Bezirksliganeuland wohl doch etwas holpriger

Hat man vor Wochenfrist dem Meisterschaftskandidaten Wacker noch ein Unentschieden abgerungen, erfolgte im zweiten Saisonspiel der Bezirksliga eine Lehrstunde – und das ausgerechnet gegen den stĂ€rksten Lokalrivalen. Mit 5:0 wurde SG nach Hause geschickt.

Platzwunde bei Cedric Wache
Platzwunde bei Cedric Wache

Das Spiel war noch keine Minute alt, da kam Schwerin ĂŒber die linke Seite schon zur ersten Chance, scheiterte aber an Cedric Niemeyer im Tor (1.). Im anschließenden GewĂŒhl sprang der Ball einem Castroper im Strafraum genauso an die Hand wie 10 Minuten spĂ€ter. Beide Situationen hat man schon in Elfmeterpfiffe mĂŒnden sehen. Gut dass der Schiedsrichter sich hier nicht in den Vordergrund spielen wollte und laufen lassen hat. Spiele sollten durch Tore entschieden werden, nicht durch Elfmeterpfife. In der 13. Minute ein Ausrufezeichen durch Rot-Weiß. Ebubekir Bakkal schoss aus 20 Metern satt an die Latte. Weitere 10 Minuten spĂ€ter erlitt Cedric Wache nach einem Zweikampf eine Platzwunde am Kopf. Er biss aber die ZĂ€hne zusammen und konnte nach kurzer Verbindungspause bis auf weiteres weiterspielen Das daraus resultierende Freistoßzuspiel von Hakan Cayirli schoss Dogan ÖztĂŒrk aber viel zu schwach aufs Tor (23.).

120 Sekunden spĂ€ter ließ sich Benedikt Meyer-Drabert im Spielaufbau den Ball abluchsen, den die Blau-Gelben zĂŒgig vors Tor brachten und frei vor Cedric Niemeyer auftauchen konnten (25.). Nach knapp einer halben Stunde schoss „Hagi“ Cayirli einen Freistoß in die Mauer der Gastgeber. Interessanter war allerdings die Entstehungsgeschichte, die zu dieser Situation fĂŒhrte. Hier wurden die SGer nĂ€mlich in einer aussichtsreichen Kontersituation regelwidrig gestoppt (28.). Ein Tor lag in der Luft. In der nĂ€chsten Situation fiel es im wahrsten Sinne des Wortes runter. Nach einer Flanke von rechts konnte Cedric Niemeyer den Vorteil des Handspiels nicht nutzen und verlor das Luftduell gegen einen Blau-Gelben, dessen Mannschaftskamerad den Abpraller zum 1:0 ins leere Tor köpfen konnte (31.). SG antwortete mit einem weiten Pass von Hakan Cayirli auf AndrĂ© Muth, der den Pass aber nicht erreichen konnte. Direkt im Anschluss allerdings eine Großchance, als Dennis Dannemann einen Ball im gegnerischen Spielaufbau eroberte und Ebubekir Bakkal bediente, der allerdings am HĂŒter der MĂ€nner vom Berg scheiterte (36.). In der 41. Minute versuchte AndrĂ© Muth zunĂ€chst Hakan Cayirli einzusetzen, in der gleichen Minute drosch Ebubekir Bakkal den Ball aus 20 Metern aufs Schweriner Tor. Der Ball wurde noch abgefĂ€lscht, aber zugunsten des Schnappers der Erben Isbruchs (41.). Abgeschlossen wurde die 1.HĂ€lfte aber wieder mit einer guten Chance fĂŒr Schwerin, deren Schuss aus der Drehung allerdings von der SG-Abwehr abgeblockt wurde (43.).

Der 2. Spielabschnitt wurde eingeleitet durch einen Schuss von der rechten Seite von AndrĂ© Muth (48.), die Antwort der Schweriner eine Minute spĂ€ter war aber weitaus effektiver, als man im Castroper Strafraum zweimal quer legen konnte und ĂŒberlegt ins GehĂ€use der GĂ€ste einschieben konnte (49.). 2:0. Nach zwei WeitschĂŒssen durch AndrĂ© Muth (50.) und den Schwerinern (55.), konnte Ebubekir Bakkal einen Kopfball aufs Schweriner Tor platzieren, der aber doch relativ leicht entschĂ€rft werden konnte (60.).

“Das Spiel wird immer zerfahrener. SG kann so nicht mehr gewinnen.“

Jetzt war ein Bruch im Spiel zu verzeichnen. Das Spiel wurde zerfahrener. Immer schwierig, wenn man das Spiel als zurĂŒckliegende Mannschaft noch gewinnen will. Zumal die eigenen Abspiele immer ungenauer, der Spielaufbau zusammenhangloser wurde und die Abwehrarbeit nachlĂ€ssiger wurde. Konsequenterweise tauchten die Schweriner nach weitem Pass alleine vor dem „nicht zwingend zum Herauslaufen gezwungenen“ Cedric Niemeyer auf, trafen aber nur den Pfosten. (64.).

„SG kann nicht mehr.“

Es folgten jeweils ein Weitschuss von AndrĂ© Muth (67.) und der SpVgg Castrop (72.). Die Ecke von rechts eine Minute spĂ€ter fĂŒhrte zu einer Großchance, als ein Stadtfarbendlicher den Ball aus 5 Metern mit dem Kopf als Aufsetzer auf das Tor stieß und in Cedric Niemeyer seinen Meister fand (73.).

„Ab jetzt wird es zu einfach fĂŒr Schwerin.“

Schwerin konnte jetzt relativ leicht sein Spiel aufziehen und sich eine Übergewicht erspielen. 5 Minuten spĂ€ter eine Kopie der beschriebenen Flanke-Kopfball-Situation. Mit einem Unterschied. Der Ball konnte unbedrĂ€ngt zum 3:0 ins Tor geköpft werden (78.).

Ecke – Tor: 3:0!
Zu leicht: Ecke – Tor – 3:0!

SG kommt gar nicht mehr nach vorne.“ – „Unsere Offensivabteilung spielt auch noch mit?“

Weitere 5 Minuten spĂ€ter spielten die Schweriner bei einen Konter ĂŒber rechts den Ball genau im richtigen Augenblick ab, so dass unsere Innenverteidigung nicht mehr folgen konnte und Cedric Niemeyer sich wieder einer Mann gegen Mann Situation ausgesetzt sah. Den ersten Schuss konnte er noch abwehren, den Nachschuss musste er jedoch zum 4:0 passieren lassen (83.). Fast im Gegenzug hĂ€tte AndrĂ© Muth das Ergebnis ein bißchen SG-freundlicher gestalten können, aber er konnte den Ball mit seinem linken Fuß aus wenigen Metern nicht im Tor unterbringen (86.) Im Gegenteil: Statt 4:1 stand es wenige Zeigerumdrehungen spĂ€ter 5:0. Ingmar Holtkamp nahm dem hinter ihm einschussbereiten Schweriner die Arbeit ab und vollendete selber (88.).

Fazit: Die Niederlage war vollauf verdient. Ob es gleich 5 StĂŒck werden mussten, sei dahin gestellt. Tatsache ist aber, dass die Mannschaft stark abgebaut hat. War man in der 1. HĂ€lfte noch ebenbĂŒrtig, die MessgerĂ€te der Bundesliga hĂ€tten vielleicht sogar eine leichte FeldĂŒberlegenheit festgestellt, hat man sich nach der Pause weder die Anzahl der Torchancen erspielt noch die Spielanlage beibehalten noch die ZweikĂ€mpfe fĂŒr sich entscheiden können.

 

Statistik:

Großchancen: 10:3 (inkl. Tore)
Kleinchancen: 0:3
Groß und Kleinchancen insgsamt: 10:6
Kleinstchancen 2:6
Chancen insgesamt: 12:12

 

Fettdruck im Text: „Zuschauerzitate“

Guter Start. Bezirksliganeuland zumindest keine Schotterpiste fĂŒr SG

Im ersten Spiel in der Bezirksliga nach 23 Jahren war ausgerechnet der neben Schwerin Ă€rgste Lokalrivale und Aufstiegsaspirant Wacker Obercastrop zu Gast im Stadion. Unter der Optik des Castroper BĂŒrgerfernsehens teilten sich die SG und die Blau-Weißen aus Obercastrop die Punkte.

Nach 23 Jahren: Erster Anstoß in der Bezirksliga

SG stand hinten gut und fand gut ins Spiel. Nach den ersten beiden leichten Aufregern, als Wackers TorhĂŒter vor Dogan ÖztĂŒrk klĂ€rte (8.) und Sven Westemeier einen trockenen verdeckten Schuss des Westfalenliganeuzugangs Wackers entschĂ€rfte (11.) folgten innerhalb einer Minute zwei Elfmetersituationen, denen der Schiedsrichter beide die Anerkennung verwehrte. Bei der Situation fĂŒr Wacker ging der StĂŒrmer ein bißchen zu frĂŒh darnieder (14.), auf der anderen Seite war der Verteidiger doch der Schnellere, so dass der Ball zwar nur ganz dĂŒnn gespielt wurde und die Situation dadurch sehr elfmeterreif aussah, aber im Großen und Ganzen alles mit rechten Dingen zuging. Der nĂ€chste „Roar“ ging durchs Stadionrund, als Sven Westemeier beim Herauslaufen zu lange zögerte, und mit einem StĂŒrmer der alten DJKler im Strafraum zusammenrasselte (18.). Wenig spĂ€ter schickte AndrĂ© Muth „Dogi“ ÖztĂŒrk (20.) in den Strafraum, der aber den Ball aus 10 Metern im Fallen nicht richtig traf. Weitere 3 Minuten spĂ€ter war es höchste Zeit, dass „Bene“ Meyer-Drabert vor dem einschussbereiten SturmfĂŒhrer Wackers rettete (23.). Jetzt begannen die besten 300 Sekunden der Sportgemeinschaft Castrop-Rauxel. ZunĂ€chst wurde ein Weitschuss von Hakan Cayirli abgeblockt (24.) und dann setzte derselbe Dogan ÖztĂŒrk ein, der aber nicht schnell genug zum Tor ziehen konnte (27.). Eine Minute spĂ€ter zirkelte AndrĂ© Muth von links kommend den Ball flach ins lange Eck zum 1:0 (28.). Danach war ein paar Minuten Ruhe. Dann war Wacker wieder an der Reihe. In der 36. Minute erspielten sie sich die bis dahin beste Möglichkeit des Spiels. Aber hier hat man zuviel bei Jogi Löws Truppe abgekupfert und den Ball ins Tor tragen wollen, so dass der Angriff versandete. Ein Abspiel zu viel. Zum Abschluss der 1.HĂ€lfte gab es noch ein Wackeraner Luftloch im Strafraum der Rot-Weißen (41.). Das hĂ€tte gefĂ€hrlicher werden können.

Nach der Pause kam „Schweinchen“ – fĂŒr alle die, die es nicht verkraftet haben, dass sich die SG Erin im Jahr 1965 mit blau-weißen Farben neu gegrĂŒndet hat. 😉 (Die Älteren erinnern sich, die JĂŒngeren mĂŒssen eben nachfragen) – besser in Tritt. Direkt nach einer Minute erfolgte die nĂ€chste Großchance fĂŒr die MĂ€nner von der Karlstraße. Nach einer Flanke von rechts konnte ein „TĂŒchtiger“ (Wacker sagt man heute ja kaum noch) den Ball im Strafraum der SG herunternehmen, sein anschließender Schuss aus spitzem Winkel traf den Ball aber nicht richtig, so dass er links am Tor vorbeitrudelte (46.). SG antwortete mit zwei WeitschĂŒssen von AndrĂ© Muth (48., 52.), die aber nicht wirklich fĂŒr Gefahr sorgten. Eine Minute spĂ€ter wieder eine Elfmetersituation. Aber, ob Dogan ÖztĂŒrk hier elfmeterreif gefoult wurde, ist schwer zu sagen (53.). Sicher wurde er wieder hart genommen, aber es kann auch sein, dass dabei der Ball sauber gespielt wurde. Jetzt dauerte es knapp 10 Minuten, bis wieder etwas passierte. DafĂŒr hatte es die nĂ€chste Situation aber in sich. Dieses Mal flog die Flanke von links in den Strafraum der SG und der Ball wurde per Kopf in Richtung Tor gebracht. Auch hier zischte er nur wenige Zentimeter links am Tor vorbei (64.). Nach drei Vierteln der Spielzeit war dann aber doch die weiße Weste der Rot-Weißen befleckt. Nach einem feinen Zuspiel aus dem Mittelfeld, lief der Spieler aus der 11. Minute auf Sven Westmeier zu, zog den Ball mit der Sohle an diesem vorbei und schob zum 1:1 ein. WĂ€re Dennis Dannemann nicht ausgerutscht, hĂ€tte er den Ball vielleicht noch von der Linie kratzen können (67.). 5 Minuten spĂ€ter zeigte SG aber, dass man auch noch da war. Nach einer GrĂ€tsche von „Hagi“ Cayirli stand Ebubekir Bakkal plötzlich in aussichtsreicher Position, scheiterte aber am winkelverkĂŒrzendem Wackerzerberus (72.). Nach einer Viertelstunde ereignisĂ€rmerer Minuten wurde die Schlussphase mit einer 100%.igen Möglichkeit fĂŒr den SV Wacker Obercastrop eingeleitet. Ein hohes Zuspiel von der rechten Seite fand einen in den Strafraum eingestarteten Mittelfeldspieler, der den maßgerechten Ball direkt aufs Tor schießen konnte, aber nur den rechten Außenpfosten traf (86.). Das hĂ€tte es genauso sein mĂŒssen, wie die beste Chance der Hausherren, die vier Minuten spĂ€ter dreimal hintereinander hĂ€tten einnetzten können. Von rechts kommend hĂ€tte „Zaka“ Abluoa in einer 3:2 Situation Nico Bothe anspielen können, entschied sich aber fĂŒr einen Torschuss. Der Abpraller fiel genau vor der FĂŒĂŸe von Hakan Cayirli, der den Ball aber nicht richtig traf. Trotzdem erreichte der Ball Nico Bothe, dessen Schuss aber abgeblockt wurde (90.). Diese Chance hat Dennis Hasecke im Interview gemeint, als er meinte: „Da muss man ein bißchen torgeiler sein, den muss man einfach machen.“ Damit hatte das Spiel seinen dramaturgischen Höhepunkt erreicht, beendet wurde es allerdings durch einen nicht ungefĂ€hrlichen Weitschuss auf das Tor der Rot-Weißen (90.+1).

Fazit: Wenn man sich nicht zu sehr ĂŒber die letzte Großchance Ă€rgern will, kann man sagen, dass SG mit dem Unentschieden zufrieden sein kann. Die Spielanteile waren relativ ausgeglichen, bei den Chancen insgesamt konnte man ein leichtes, bei den Großchancen ein grĂ¶ĂŸeres Übergewicht fĂŒr Wacker identifizieren. Allerdings gab es auch drei strittige Elfmetersituationen. Hier hĂ€tte SG einen Elfmeterpfiff mehr auf sich ziehen können.

 

Guter Mann auf dem Platz: Der Schiedsrichter! Er pfiff in diesem durchaus hart gefĂŒhrten Spiel nur dann, wenn es nötig war, hat viel laufen lassen, fiel auf keine einzige Schauspieleinlage rein und die Reklamationen waren ihm schnuppe.

 

Und man muss von wegen Statistik ja mit der Zeit gehen:

Großchancen: 3:6
Kleinchancen: 3:1
Groß und Kleinchancen insgsamt: 6:7
Kleinstschancen 3:2
Chancen insgsamt: 9:9
Chancen gewichtet: 9:13 (Großchancen x 2, Kleinchancen x 1)
Strittige Elfmetersituationen: 2:1

„Nun sind die Mitglieder gefragt!“

Vor knapp zwei Wochen fanden sich in kleiner öffentlicher Runde Mitglieder der SG Castrop ein, um ĂŒber die Entwicklung des Vereins zu sprechen.

„Wo kommen wir her?“

Da der Verein in der jetzigen Situation in der Vorstandsetage sehr dĂŒnn aufgestellt sei und die Aufgaben auch wegen des Aufstiegs in die Bezirksliga nicht weniger werden, sei es auf jeden Fall nötig, die FĂŒhrungsriege neu und personenintensiver aufzustellen. Dazu hat der 1.Vorsitzende Björn Klieve Franko Wilken gewonnen, sich einmal mit der Situation bei der SG Castrop zu befassen.

Nach einer Einleitung des PrÀsidenten, der die vergangenen Jahre u.a. bzgl. Platzierungen der Seniorenmannschaften, der Mitgliederzahl und der finanziellen Situation kurz beleuchtet hat, erhielt Franko Wilken das Wort.

Franko Wilken ist im örtlichen Fußball ja schon als 1. Vorsitzender von Wacker Obercastrop und UnterstĂŒtzer des Vorstandes der Spvg. Schwerin bekannt und hat nicht nur die Möglichkeit von außen auf den Verein zu blicken, sondern ist also auch vertraut mit Ă€hnlichen Situationen. In seiner Zeit bei Wacker Obercastrop sei es gelungen, ein großes familiĂ€res Vereinsleben zu gestalten, wo gefĂŒhlt jedes Vereinsmitglied seinen Platz im Verein gefunden hat. Daher bezeichne er die SG auch als schlafenden Riesen. Denn die Mitgliederzahl, aus der man von innen heraus wachsen könne, sei im VerhĂ€ltnis zur aktuellen Vorstandsmannschaft enorm.

Er ließ durchblicken, dass er sich vorstellen könne nicht nur zuzuarbeiten, sondern auch durchaus gewillt sei, im Verein eine aktive TĂ€tigkeit zu ĂŒbernehmen. Dann erwarte er aber auch ein Team, in dem Mitglieder sind, die den Mut haben, einen  Posten in einer Vorstandsmannschaft anzunehmen. Hierbei gehe es nicht um Erfahrungen auf dem jeweiligen Posten, sondern erst einmal um Interesse und Willen im Verein gemeinschaftlich etwas zu bewegen.

 

„Wo wollen wir hin“?
Nachdem Franko Wilken also das „Wo kommen wir her?“ und „Mit welchen Mitteln könnten wir dorthin kommen?“ kurz erörtert hat, musste nur noch das „Wohin denn eigentlich?“ geklĂ€rt werden.

Hier sei wichtig, wenn man einmal einen guten Weg eingeschlagen habe, eben nicht den Teil zu vergessen, wo man hergekommen sei. Das solle heißen, dass ein Verein in erster Linie durch die Mitglieder als wertvollstes Gut getragen werde. Daher mĂŒsse man sich mit einer soliden Finanz- und Budgetplanung aufstellen und einer grĂ¶ĂŸeren Vorstandsmannschaft eine den Mitgliedern nahe Vereinspolitik betreiben, die den familiĂ€ren WohlfĂŒhlcharakter innerhalb des Vereins stĂ€rkt und somit Wachstum in allen Belangen erzielen könnte.

Das Wichtigste sei: „Wir sind eine Familie und das mĂŒssen wir vor Ort im Verein leben“. Jetzt seien alle Mitglieder der SG Castrop in einer möglichen Jahreshauptversammlung gefragt, diesen Weg einschlagen zu wollen und ihre aktive Mithilfe einzubringen.

Nach 25 Spieltagen Meister – Mit einem neuen Vereinsrekord – 18:0!

Am spĂ€ten Sonntagnachmittag hat die 1.Mannschaft der SG den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt gemacht oder besser machen lassen. Nachdem die Mannschaft mit dem neuen Vereinsrekord von 18:0 Toren gegen BV Herne-SĂŒd II vorgelegt und alle Voraussetzungen geschaffen hat, blickte alles nach Herne 70, wo der VfB Habinghorst mit einem Punktgewinn der Ersten zum Titel verhelfen konnte. Denn dort waren noch 10 Minuten zu spielen und es stand 1:1. Besser gesagt, es hörte einer in Person des Co-Trainers Marco Taschke per Telefon, wie es im Herner SĂŒden stand. Eine groteske Situation per Telefon benachrichtigt zu werden, ob man Meister wird oder nicht. Nach explosivem Jubelschrei des Co. war klar: Die Bezirksliga hat die SG nach 22 Jahren wieder. Sowieso hatten alle schon ihre Meisterschaftsshirts ĂŒbergeworfen, so dass ein Sieg Herne 70 zu dem Zeitpunkt schon verboten war. Aber auch wenn es nicht geklappt hĂ€tte, dann eben am nĂ€chsten Spieltag. Denn nach 5/6 der Spielzeit die Meisterschaft klar gemacht zu haben ist stĂ€rker als Byrn Mnchn.